Aktuelle Meldung zum Thema OKAPI und der Perrera in Puerto del Rosario
27.01.2012

Puerto del Rosario übernimmt das Tierschutzheim in Eigenregie

Nachdem beinahe unfassbaren Hype einiger Tierschutzaktivisten des Vereines OKAPI, in dessen Ausuferung die Vereinspräsidentin augenscheinlich jegliche Beziehung zur Realität verloren hat, lichtet sich nun das Chaos. Die Gemeinde hat dem Verein die Tür gewiesen. Juristische Maßnahmen waren notwendig, bestehende Verträge zu lösen. Dies kostete Zeit und Nerven, brachte aber auch wichtige Erkenntnisse, die nun in die neue Planung einbezogen werden.

Das Tierheim unterliegt einzig und allein der Gemeinde. Es wird nicht eingeschläfert aber die Aufnahmekapazität von achtzig Hunden wird auch nicht überschritten, um allgemein bekannten OKAPI-Showdown zu vermeiden. Die Hunde erhalten die medizinische Grundversorgung (Chip /Impfung) Kastrationen können aus Kostengründen nicht von der Gemeinde übernommen werden. Ich habe den Vorschlag angeregt, Adoptanten einen ermäßigten Tarif zukommen zu lassen. Dieser Vorschlag wird geprüft. Ein Tierarzt aus Italien hat seine Hilfe in Form einer kostenlosen Kastration auf einen limitierten Zeitraum zugesagt. Das Tierheim beherbergte zum Zeitpunkt meines Erscheinens 45 Hunde. Sie werden liebevoll von einem neuen Verein (Amigos de Animales) betreut.

Die Hunde bekommen Auslaufgehege, die Welpen erhalten ein gesondertes Terrain. Die Tiere werden nicht mehr in unkontrollierter Rudelhaltung frei laufen gelassen. Der Eingangsbereich des Tierheimes bleibt hundefrei. Die Innenräume werden aktuell tiefengereinigt, Renovierungsmaßnahmen sind im vollen Gange, um alle notwendigen Einrichtungen auf ein perfektes Niveau zu bringen.

In nur acht Tagen hat die Gemeinde unvorstellbare Mengen an Abfall, Schmutz, Schutt, Gerümpel entfernt. Der Vorderbereich wird nun teilasphaltiert, Umzäunungen erneuert, Ausläufe errichtet. Bäume werden gesetzt, die u.a. auch zur Beschattung der Tiere dienen. Im Innenbereich befindet sich aktuell nichts. Es muss desinfiziert, gestrichen und renoviert werden. Das Gebäude wurde, ebenso wie das Umfeld,  in einem katastrophalen Zustand zurückgelassen.

Laura Cubas wird das Tierheim von Seiten der Gemeinde aus führen. Sie überzeugte mich von Beginn an. Sie ist die richtige Frau am richtigen Platz. Eine Tierfreundin mit klarem Sachverstand, klaren Linien. Ihr obliegt die 100%-ige Verwaltung des Tierheimes. Dieses wird von 7:00 Uhr bis 11:00 Uhr von einem Gemeindearbeiter gesäubert, die Tiere werden gefüttert. In dieser Zeit ist das Tierheim für Besucher geschlossen. Es fügen sich Besucherzeiten an, die einzig dazu genutzt werden, sich dem Tier zu widmen. (Spaziergänge, Streicheleinheiten ect…) Auf besonderen Adoptionswunsch erscheint Laura auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Weder dürfen Besucher an der Reinhaltung noch sonstigem Prozedere teilhaben. Dies betrifft auch das Teamwork mit dem neuen Tierschutzverein. Er hat keinerlei administrative Rechte. Er erhält keinen Schlüssel, er darf kein Geld annehmen. Monetäre Spenden gehen an die Gemeinde. Sachspenden bleiben natürlich im Tierheim. Die Gemeinde geht meinem dringenden Rat konform, jeglichen Vereinen die „Zuarbeit“ in punkto Administration oder Reinhaltung /Fütterung, strikt zu untersagen.

Der Verein kümmert sich, neben der liebevollen Betreuung der Tiere, natürlich um neue Endstellen. Aber auch hier gibt es klare Anweisungen. Die Tiere werden dem überforderten Adoptanten nicht wie „auf einem Wühltisch“ angeboten. Er wird in das Büro gebeten, man sucht das Gespräch, um festzustellen, was genau man sich vorstellt. Danach sucht man ihm das passende Tier aus. Der Adoptionsvorgang wird von der Gemeinde geregelt.

Jeder Ein- und Ausgang wird registriert, gelistet. Ebenso werden die Namen/Adressen ect.. der Halter registriert. Die Bücher liegen bereits im zukünftigen Office vor. Schilder informieren den Besucher sichtbar über die Öffnungszeiten ect. Im Tierheim herrscht Rauchverbot.

Tierhalter, die ihre Tiere abgeben, müssen eine kleine Pauschale (die Höhe wird noch besprochen) bezahlen. Adoptionen belaufen sich auf eine Höhe „um die 40 Euro „( der genaue Tarif wird noch festgelegt.

Laura Cubas ist täglich vor Ort. Der Umgangston untereinander ist herzlich. Jeder kennt seinen Platz. Der Bürgermeister wird in einem Gespräch mit dem Verein die Bedingungen klar und deutlich festlegen. Es wird nicht von einem grundsätzlichen Ausschließen gesprochen. Doch wird man in dem ersten Jahr die Abgrenzung streng einhalten. Man sieht dann, wie sich die Dinge entwickeln.

Unter www.puertodelrosario.org kann man den aktuellen Arbeitsverlauf verfolgen. Künftig werden hier auch die Tiere zur Vermittlung eingestellt. Schritt für Schritt, der knappen Haushaltskasse entsprechend, arbeitet man sich nach vorne.

Dem Gespräch am 9.12.2011 mit Sra. Peña Aguiar Padilla, der zuständigen Gemeinderätin, welches die THF gemeinsam mit DC führte, schloss sich am 27. Januar im Rathaus Puerto del Rosario ein weiters Treffen bezüglich der neuen Leitlinien in dem neuen Tierheim an. Im besten Einvernehmen wurde dieses beendet, mit dem klaren Wunsch seitens der Gemeinde, in Kontakt zu bleiben. Einem Wunsch, dem ich gerne Folge leiste.

Susanne Haselhorst
(1.Vorsitzende DC)


OKAPI – in alle Winde verstreut

Zu OKAPI ist von Gemeindeseite folgendes zu sagen: Der Verein ist nach wie vor existent. Er besteht offiziell aus einer Person, der aktuellen Präsidentin. Diese lebt mit circa einhundert Hunden  unter fragwürdigen Umständen, auf ihren kleinen Privatbesitz in der Gemeinde Puerto del Rosario. Der Verbleib der restlichen Hunde (minus der 45 Tiere, die sie im Tierheim hinterlassen hat) ist unklar. Die Polizei kann erst dann rechtlich auf dem Privatgrundstück gegen Animal Hoarding einschreiten, wenn eine Beschwerde vorliegt. Dies war bislang (27.01.2012) nicht der Fall. Der Verein erhält weiterhin Spenden. Hunde, die mit einem OKAPI-Chip aufgegriffen werden, gehen an OKAPI zurück. Im Falle einer Beschwerde obliegt weitere Prozedere der SEPRONA.
 

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