Häufig gestellte Fragen
Die Entscheidung, einem Tier ein neues Zuhause zu geben, ist etwas ganz Besonderes. In unseren häufig gestellten Fragen haben wir die wichtigsten Informationen zur Adoption, zu unserem verein sowie zu organisatorischen und rechtlichen Themen für Sie zusammengestellt. So möchten wir Sie transparent informieren und Sie sicher auf dem Weg zu Ihrem neuen tierischen Familienmitglied begleiten.
Fragen zu unserem Verein
Woher stammen unsere Hunde?
Unsere Hunde stammen überwiegend aus den örtlichen Perreras auf Fuerteventura. Zusätzlich nehmen wir in Einzelfällen Abgabe- oder Fundtiere auf. Die Aufnahme von Fundtieren erfolgt stets in Abstimmung mit der zuständigen Gemeinde.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit den Perreras und den Inselpflegestellen?
Ist die Tierhilfe Fuerteventura e.V. als gemeinnützig anerkannt?
Ja, die Tierhilfe Fuerteventura e. V. ist als gemeinnützig sowie als besonders förderungswürdig anerkannt. Spenden und Mitgliedsbeiträge können daher steuerlich geltend gemacht werden.
Wie können Sie die Tierhilfe Fuerteventura e. V. unterstützen?
Sie können unsere Arbeit durch Spenden, Patenschaften, eine Mitgliedschaft, Sachspenden oder ehrenamtliches Engagement unterstützen. Jeder Beitrag hilft uns dabei, Tieren in Not eine neue Perspektive zu geben.
Fragen zur Adoption
Wie ist der Ablauf einer Adoption?
Jede Adoption beginnt mit Ihrer Anfrage und dem Wunsch, einem Hund eine zweite Chance zu schenken. Nach Ihrer Kontaktaufnahme erhalten Sie von uns einen Selbstauskunftsbogen, der uns hilft, Sie und Ihre Lebenssituation besser kennenzulernen.
In anschließenden Gesprächen nehmen wir uns Zeit für Ihre Fragen und besprechen gemeinsam, welcher Hund gut zu Ihnen passen könnte. Fällt die Vorkontrolle positiv aus und bestätigt ein weiteres persönliches Gespräch die gegenseitige Eignung, steht einer liebevollen Vermittlung nichts mehr im Wege.
Was kostet eine Adoption und was ist in der Schutzgebühr enthalten?
Die Vermittlungsgebühr beträgt insgesamt 510,- Euro.Sie setzt sich aus einer Schutzgebühr in Höhe von 400,- Euro sowie einer Flugkostenpauschale von 110,- Euro zusammen.
Die Schutzgebühr stellt keinen Kaufpreis dar, sondern dient ausschließlich dem Wohl des Tieres. Sie fließt anteilig in die Kosten für medizinische Versorgung, Vorbereitung und Vermittlung des Hundes und kommt vollständig der satzungsgemäßen Tierschutzarbeit unseres Vereins zugute.
Mit der Vermittlungsgebühr wird unter anderem ein Beitrag zu folgenden Leistungen erbracht:
- Impfungen
- Kennzeichnung mittels Mikrochip
- Ausstellung eines EU-Heimtierausweises
- Kastration (alters- und gesundheitsabhängig)
- Entwurmung
- tierärztlicher Gesundheitscheck
- Transport des Hundes nach Deutschland
Wie lange dauert es, bis Ihr neuer Schützling nach Deutschland ausreisen kann?
Der Zeitpunkt der Ausreise lässt sich leider nicht pauschal festlegen, da er unter anderem vom Impfstatus des Hundes abhängt. Wir vermitteln ausschließlich vollständig grundimmunisierte Hunde.
Ist der Hund bereits komplett durchgeimpft, kann die Ausreise meist innerhalb von 1–3 Wochen erfolgen. Der genaue Zeitraum richtet sich nach dem Zielflughafen und den verfügbaren Flugmöglichkeiten.
Bitte beachten Sie außerdem, dass Welpen erst ab einem Alter von vier Monaten nach Deutschland reisen dürfen. Den Ausreisetermin stimmen wir selbstverständlich vorab mit Ihnen ab, sodass Sie jederzeit gut informiert sind und sich in Ruhe auf die Ankunft vorbereiten können.
Besteht die Möglichkeit den Hund vor der Adoption persönlich kennenzulernen?
Ja, sehr gerne. Befindet sich der Hund bereits auf einer Pflegestelle in Deutschland, ist ein persönliches Kennenlernen nach vorheriger Terminabsprache selbstverständlich möglich und ausdrücklich erwünscht.
Auch Hunde auf unseren Pflegestellen auf Fuerteventura können persönlich kennengelernt werden. Hierfür bitten wir um rechtzeitige vorherige Absprache sowie ein wenig Flexibilität, da sich das Kennenlernen nach dem Zeitplan der jeweiligen Pflegestelle richtet.
Fragen zu unseren Tieren
Sind unsere Hunde gechippt, geimpft, auf Mittelmeerkrankheiten getestet und kastriert?
Ja, selbstverständlich. Alle unsere Hunde sind gechippt.
Vor der Ausreise erhalten unsere Hunde eine vollständige Grundimmunisierung mit Impfungen gegen HCC (Hepatitis), Parvovirose, Parainfluenza, Leptospirose sowie Tollwut. Zusätzlich wird bei jedem Hund ein Mittelmeer-Schnelltest durchgeführt.
Um ungewollten Nachwuchs und weiteres Leid zu verhindern, sind unsere Hunde in der Regel kastriert – natürlich nur, wenn sie alt genug sind und ihr Gesundheitszustand dies zulässt.
Wie ist der Gesundheitszustand des Hundes?
Während ihres gesamten Aufenthalts bei uns werden unsere Hunde mehrfach tierärztlich vorgestellt und sorgfältig untersucht. Vor der Ausreise erhält jeder Hund zusätzlich eine tierärztliche Reisetauglichkeitsuntersuchung.
Wir nehmen die gesundheitliche Vorsorge unserer Hunde sehr ernst und lassen im Rahmen unserer Möglichkeiten alle erforderlichen Untersuchungen durchführen. Sämtliche uns bekannten gesundheitlichen Befunde werden offen und transparent kommuniziert und bei der Adoption zur Verfügung gestellt.
Sollten gesundheitliche Auffälligkeiten oder Vorerkrankungen bekannt sein, werden diese selbstverständlich vor der Vermittlung mitgeteilt. Trotz sorgfältiger Untersuchungen können wir jedoch keine Garantie für den zukünftigen Gesundheitszustand übernehmen, da sich Erkrankungen auch erst zu einem späteren Zeitpunkt entwickeln oder erkennbar werden können.
Wie viel weiß man über den Charakter des Hundes?
Unsere Pflegestellen auf Fuerteventura verbringen täglich viel Zeit mit den Hunden und erleben sie im ganz normalen Alltag. Dadurch können wir ihre Persönlichkeit, ihr Verhalten und ihre Eigenheiten gut einschätzen und geben diese Informationen nach bestem Wissen ehrlich und realistisch weiter.
Bitte haben Sie dennoch Verständnis dafür, dass ein Umzug in ein neues Zuhause, eine andere Umgebung und neue Menschen Veränderungen im Verhalten mit sich bringen können. Deshalb können wir keine Garantie für die weitere Entwicklung des Charakters übernehmen – stehen Ihnen aber jederzeit beratend zur Seite.
Kommt der Hund mit anderen Tieren oder Kindern klar?
Ob ein Hund mit anderen Tieren oder Kindern gut zurechtkommt, hängt von seiner Persönlichkeit und seinen bisherigen Erfahrungen ab. Unsere Pflegestellen beobachten die Hunde im Alltag sorgfältig und geben ihre Einschätzungen nach bestem Wissen und Gewissen weiter.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass nicht alle Lebenssituationen vor Ort getestet werden können. Insbesondere Aussagen zur Verträglichkeit mit Katzen oder kleinen Kindern sind auf der Insel oft nur eingeschränkt möglich. Gerne beraten wir Sie offen und ehrlich, ob der jeweilige Hund zu Ihrem Haushalt und Ihrer Lebenssituation passen könnte.
Ist der Hund stubenrein, leinenführig oder erzogen?
Viele unserer Hunde müssen das Leben im Haus und den Alltag an der Leine erst noch kennenlernen. Dafür benötigen sie Zeit, Geduld und eine liebevolle, konsequente Begleitung, um in ihrem neuen Zuhause anzukommen.
Eine ruhige Eingewöhnung und – je nach Hund – der Besuch einer Hundeschule können dabei helfen, ein gutes Teambuilding aufzubauen – also Vertrauen, Verständnis und eine enge Bindung zwischen Mensch und Hund.
Was passiert, wenn ich mit dem Hund nun doch nicht zurecht komme oder Fragen habe?
Bei Fragen, Unsicherheiten oder Problemen wenden Sie sich bitte zunächst an Ihre Vermittlerin oder Ihren Vermittler. Auch nach der Vermittlung stehen wir Ihnen selbstverständlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. In unserem ehrenamtlichen Helferteam unterstützen Sie unter anderem eine Tierpsychologin sowie erfahrene Mitglieder mit fundierten Kenntnissen zu speziellen Rassen wie Pointern, Podencos oder Bardinos.
Sollte trotz aller Unterstützung aus triftigen Gründen ein dauerhaftes Zusammenleben nicht möglich sein, nehmen wir unsere Schützlinge nach vorheriger Rücksprache wieder zurück. Uns ist wichtig, frühzeitig eingebunden zu werden, um gemeinsam die bestmögliche Lösung im Sinne des Hundes zu finden.
Rechtliche & organisatorische Fragen
Welche Unterlagen erhalten Sie bei einer Adoption?
Im Rahmen der Adoption erhalten Sie einen Schutzvertrag, den EU-Heimtierausweis, die erforderlichen TRACES-/Einreisepapiere einschließlich der EU-Gesundheitsbescheinigung sowie alle uns zum Zeitpunkt der Vermittlung vorliegenden medizinischen Unterlagen zu Ihrem Hund.
Hinweise zum Gesundheitszustand und zum Verhalten der Hunde
Hunde sind Lebewesen mit individuellen Eigenschaften, deren Gesundheitszustand und Verhalten sich nicht in allen Punkten vorhersehen oder garantieren lassen. Eine Haftung für zukünftige gesundheitliche Entwicklungen oder Verhaltensweisen können wir daher nicht übernehmen.
Selbstverständlich informieren wir Sie im Vorfeld transparent und nach bestem Wissen über den uns bekannten Gesundheitszustand, das Verhalten sowie über bekannte Besonderheiten des jeweiligen Hundes, um Ihnen eine verantwortungsvolle und gut vorbereitete Entscheidung zu ermöglichen.
Was ist bei der Verbringung eines Hundes innerhalb der EU zu beachten?
Alle von uns vermittelten Hunde erfüllen zum Zeitpunkt der Verbringung die geltenden gesetzlichen Vorgaben. Dazu zählen ein Mindestalter von 15 Wochen, eine gültige Tollwutimpfung, ein Mikrochip sowie ein EU-Heimtierausweis.
Die Verbringung nach Deutschland erfolgt ordnungsgemäß über das TRACES-System. Die erforderlichen TRACES-Unterlagen einschließlich der EU-Gesundheitsbescheinigung werden erstellt und mitgeführt. Kurz vor der Abreise wird zudem eine tierärztliche Untersuchung zur Feststellung der Transport- bzw. Reisetauglichkeit durchgeführt.
Werden Vor- und Nachkontrollen durchgeführt?
Ja. Vor jeder Vermittlung führen wir eine Vorkontrolle durch, um gemeinsam sicherzustellen, dass das neue Zuhause den Bedürfnissen des Hundes entspricht.
Nachkontrollen sind für uns ein selbstverständlicher Teil unserer verantwortungsvollen Nachsorge und dienen dem langfristigen Wohl des Hundes. Auch nach der Adoption bleiben wir verlässliche Ansprechpartner und stehen Ihnen mit Erfahrung, Beratung und Unterstützung zur Seite.