Der Pointer
Der elegante Entdecker
Herkunft und Entwicklung
Der Pointer gehört zu den englischen Vorstehhunden und wurde über Jahrhunderte gezielt für die Jagd gezüchtet. In seine Entwicklung flossen unter anderem Foxhound, französische Laufhunde und Greyhound ein, wodurch Ausdauer, Schnelligkeit und Eleganz gefördert wurden. Das Windhunderbe ist bis heute deutlich an seiner schlanken, athletischen Statur erkennbar. Durch den Greyhound kam unter anderem auch die Farbe Schwarz in die Rasse.
Ursprünglich wurde der Pointer für die Niederwildjagd eingesetzt. Seine Aufgabe bestand darin, Wild aufzuspüren und dieses durch das typische regungslose Vorstehen anzuzeigen. Diese hochspezialisierte Nutzung hat den Pointer stark geprägt und erklärt sowohl seine körperlichen Fähigkeiten als auch seine ausgeprägte Sensibilität.
Viele der heute im Tierschutz befindlichen Pointer stammen aus der Jagd. Hunde, die nicht (mehr) den Anforderungen entsprechen – etwa aufgrund von Alter, Verletzungen oder fehlender Eignung – werden häufig ausgesetzt oder in Auffangstationen abgegeben. Vernachlässigung und schlechte Haltung gehören daher oft zu ihrer Vorgeschichte. Umso bemerkenswerter ist, dass sich viele Pointer trotz dieser Erfahrungen immer wieder offen auf den Menschen einlassen und enge Bindungen eingehen.
Die Hündin misst etwa 50 cm, der Rüde erreicht eine Größe von ca. 55–60 cm. Wie so oft gibt es hier aber Differenzen nach oben und unten. Das Haar ist kurz, fest und vollkommen glatt, mit einem ausgeprägten Glanz. Die Farben sind weiß-orange, weiß-leberfarben (braun), weiß-schwarz, und weiß-zitronenfarben, aber auch einfarbig und dreifarbig (tricolor).
Nutzung und rassetypische Verwendung
Der Pointer ist ein passionierter Vorstehhund mit einem außergewöhnlich feinen Geruchssinn. Bei der Arbeit durchstreift er das Gelände in weiten Schleifen quer zum Wind und nutzt dabei seine hohe Geschwindigkeit und Ausdauer. Nimmt er Witterung auf, verharrt er angespannt und bewegungslos – ein typisches Merkmal dieser Rasse. Anders als viele Jagdhunde verfolgt er das Wild nicht, sondern zeigt es lediglich an.
Diese jagdliche Veranlagung ist tief verankert und sollte bei der Haltung unbedingt berücksichtigt werden. Eine vollständige Unterdrückung des Jagdtriebs ist weder realistisch noch tierschutzgerecht. Stattdessen benötigt der Pointer eine sinnvolle Auslastung, bei der er seine Nase und seinen Kopf einsetzen darf.
Im Alltag zeigt sich der Pointer als sehr sensibler, feinfühliger und intelligenter Hund. Er reagiert stark auf Stimmungen und benötigt eine ruhige, konsequente und faire Führung. Mit klaren Strukturen und Verlässlichkeit entwickelt er sich zu einem ausgeglichenen und angenehmen Begleiter.
Der Pointer ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit kurzem, festem und vollkommen glattem Fell, das einen ausgeprägten Glanz aufweist.
Die Schulterhöhe liegt bei Hündinnen bei etwa 50 cm, Rüden erreichen in der Regel etwa 55 bis 60 cm, wobei Abweichungen möglich sind.
Farblich kommen unter anderem weiß-orange, weiß-leberfarbene, weiß-schwarze und weiß-zitronenfarbene Varianten sowie einfarbige oder dreifarbige (tricolor) Hunde vor.
Durch das kurze Fell und die meist geringe Unterwolle reagieren viele Pointer empfindlich auf Kälte. Besonders in den Wintermonaten ist daher häufig zusätzlicher Schutz sinnvoll.




















Für wen ist ein Pointer der richtige Begleiter?
Der Pointer eignet sich für Menschen, die Geduld, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft mitbringen, sich auf einen sensiblen Hund einzulassen. Struktur, Konsequenz und eine ruhige Führung sind für diese Rasse von zentraler Bedeutung.
Trotz oft belastender Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen sich viele Pointer sehr menschenbezogen, loyal und anhänglich. Haben sie Vertrauen gefasst, entwickeln sie eine enge Bindung zu ihren Bezugspersonen. Bei entsprechender Auslastung sind sie im häuslichen Umfeld ruhig, freundlich und unaufdringlich.
Im Sozialverhalten sind Pointer in der Regel gut verträglich mit Artgenossen und eignen sich häufig auch für Mehrhundehaushalte. Mit Rücksicht auf den Jagdtrieb können sie sich bei passenden Rahmenbedingungen zu sensiblen, zuverlässigen und liebevollen Familienhunden entwickeln.